BTC Cross Regionals

Rennen

Text: Nele, Aina, Sophie, Florens // Photos: Maja Hitij und Marta Robles Diaz

Oktober 28, 2021

Unsere Vision in Form von einem Laufevent

Sozial engagierte Lauf-Crews und offiziell anerkannte Sportvereine haben abgesehen vom Laufsport selber oftmals nicht allzu viele Überschneidungspunkte. Cross Country vereint jedoch alle unsere geliebten Eigenschaften des Laufsports: es ist rau, es ist schmutzig und es ist ein Teamevent, voll von Menschen, die bereit sind, ihr Bestes zu geben.
So haben unsere Läufer:innen in der Vergangenheit bereits an bestehenden Berliner Crosslaufevents, wie der Sägerserie (BTC Blogpost) der LG Nord oder dem Crosslauf im Volkspark Hasenheide teilzunehmen und es geliebt.

Der Wunsch einen offiziellen Crosslauf zu veranstalten, verfolgte uns schon länger. Jetzt war es soweit: Die BTC Cross Country Regionals – offen für alle, die den Laufsport feiern wollen. Denn wir glauben, dass Laufen ein Mannschaftssport ist: Jede Läufer:in ist ein wertvolles Mitglied der Laufgemeinschaft, unabhängig von seinem Tempo oder seiner Erfahrung. Das Schließen der Lücke zwischen Elite-Athleten und aufstrebenden Newcomern macht das Laufen schneller und menschlicher – es treibt uns an und hilft uns, eine bessere Läufer:in zu werden.

foto finish cross regionals
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XC Rennen des Tages

3,3km – Kurz und knackig

Das 3,3 km Rennen fand um 10 Uhr bei kühlen 9 Grad und sonnigem Wetter statt. Björn heizte aber den Morgen mit seinem Red Bull Sound-Car ein. Erik sagt: „Björn hat mich mit seinen persönlichen Kommentaren motiviert. Man konnte ihn auf der ganzen Strecke hören, und das hat mich nochmal extra gepusht.“

Dieser Wettbewerb war für alle offen, so dass an der Startlinie ein gemischtes Publikum aus der BTC-Familie, den Berlin Braves, Berlin Bagels und anderen Vereins-, Crew- und Einzelläufern stand.

Die kurvenreiche Strecke ermöglichte es, dass man sich sehr häufig sogar in die Augen schauen und anfeuern konnte und die Läufer:innen einfach über einen Großteil der Strecke zu sehen waren. Das war eine Win-Win-Situation für die Läufer:innen als auch die Supporter.

Ich bin in der High School in einem Langlaufteam gelaufen, und es hat mega viel Spaß gemacht, wieder dabei zu sein. Die Strecke war toll zum Zuschauen, aber schwierig mit den scharfen Kurven!

– Jen DiMascio-Donohue (Siegerin des 3,3km-Laufs)

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6,6km – Doppelt so viel Spaß?

Später am Morgen wurde der 6,6-km-Lauf gestartet. Einige Läufer nahmen an beiden Distanzen teil. Auch Florens resümierte folgendes: „Obwohl die Strecke ziemlich flach war, war sie wegen des weichen Untergrundes und der vielen scharfen Kurven sehr schwierig. Aber die Location war genial, und die Atmosphäre war genau richtig“.

Erik fügte hinzu: „Das Gras und die Kurven haben meine Beine schon nach den drei Runden des ersten Wettkampfs müde gemacht. Der folgende zweite Wettkampf glich deshalb eher einem soliden Tempotraining.“

Auch Robel, derzeit schnellster Marathonläufer im Team hatte mit der Strecke etwas zu kämpfen: „Ich habe mich immer noch nicht ganz vom Marathon erholt. Und der Crosslauf erfordert auch ein gewisses Maß an Krafttraining und Vorbereitung.“

Viele Läufer:innen sprachen dem BTC, die diesen großartigen Lauf mit Partnern und Sponsoren organisiert haben, große Anerkennung aus. Ein großes Lob an dieser Stelle auch an die Trainer und die Cheeringzone!

Es war cool zu sehen, wieviel Spaß es den Athlet:innen gemacht hat, den Rasen zum Glühen zu bringen!

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Auch Profis waren am Start

Sogar zwei Olympia-Halbfinalisten wollten sich so ein cooles Event nicht entgehen lassen: Robert Farken, der diesjährige Olympia-Halbfinalist über 1500m, lief beide Distanzen und gewann sie souverän. Die Frauen (und natürlich auch die Männer) konnten sich mit Caterina Granz messen, die vor anderthalb Monaten in Tokio ebenfalls im Halbfinale über 1500m an der Startlinie stand und die 6,6km für sich entscheiden konnte.

Es war keine große Überraschung, dass die beiden den ersten Platz belegten, aber der Platz auf dem Podium war nicht der einzige Preis, der vergeben wurde!

„Laufen ist ein Mannschaftssport“ – das ist nicht nur das Motto auf unseren Bannern, sondern wird von uns gelebt: Deshalb haben wir auch einen Preis für die beste Stimmung an der Strecke vergeben. Und nein, nicht an uns, sondern an… die Berlin Braves! Sie sind bei einer Veranstaltung wie dieser leicht zu finden: Geht einfach zu der Stelle mit dem meisten Krach, den wildesten Tanzbewegungen und den meisten Händen, die High Fives verteilen, und schon habt ihr sie gefunden.

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Das hat super Spaß gemacht. Ich komme gerne wieder nach Berlin!

– Robert Farken

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SeXCy Friends & Family

Anfängerglück? Wir glauben nicht

Die Organisation einer so großen Veranstaltung wäre ohne die unglaubliche Unterstützung, die wir erhalten haben, nicht möglich gewesen. Alles beginnt mit einer Vision, und diese Vision verdanken wir Sven und Björn.

Dass diese Veranstaltung so reibungslos ablief, verdanken wir auch unseren fleißigen und selbstlosen BTC-Helfern, die entweder in der Nebensaison waren oder sich auf ein anderes Rennen vorbereiteten – aber sich nicht zu schade waren mitzuhelfen. Sie sorgten dafür, dass sich jeder willkommen fühlte, verteilten die Startnummern und organisierten die Taschenausgabe. Herzlichen Dank an euch!

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Ein Bussi an alle 

Überaus dankbar sind wir auch für die Unterstützung von Nike. Sie begleiten und quasi seit Tag eins und unterstützen uns dabei unsere Vision, dass Laufen ein Teamsport ist und deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient als bisher, zu verwirklichen.

An unsere erweiterte Lauffamilie – danke, es war ein Fest! Die Anwesenheit von Olympioniken, den Berlin Braves, den Kraftrunners sowie den Berlin Bagels und allen anderen hat dieses Event unvergesslich gemacht. Nicht zu vergessen unsere cheerskiezpizza-Freunde, die mit ofenfrischer Pizza, Bananenbrot und dem besten Kaffee Berlins dafür sorgten, dass unsere Glukose- und Koffeinspiegel sowie Kohlenhydratspeicher immer im Gleichgewicht waren oder schnell wieder aufgefüllt wurden. Und um das Ganze abzurunden, gab es auch eine Erfrischungsstation für die Extraration Energie. Red Bull lieferte Getränke und sorgte mit einer DJ-Station, die auch für Ansagen und Anfeuerungen genutzt wurde, für die richtige Stimmung.

Zu guter Letzt – ohne unser unglaubliches Mediateam hätten wir nicht so viel von dem zeigen und teilen können, was Laufen für uns bedeutet. Marta, Maja & Tim – vielen Dank, dass ihr diesen Tag festgehalten habt! 

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