Offener Brief an den Berliner Leichtathletik-Verband

Sonstiges

Die Initiatoren: Florens v. d. Decken, 1. Vorsitzender Berlin Track Club e.V., Sebastian Stöckl, 1. Vorsitzender Berlin Charlottenburg Running e.V.

März 14, 2021

Sehr geehrter Herr Präsident Statzkowski,
sehr geehrter Herr Vizepräsident Brill,
sehr geehrter Herr Vizepräsident Dr. Poller,
sehr geehrter Herr Geschäftsführer Apelt,

In Berlin haben sich Ende 2020 zwei Vereine, namentlich Berlin Track Club e.V. sowie Berlin Charlottenburg Running e.V., neu gegründet. Beide Vereine haben sich zum Ziel gesetzt, den Berliner Laufsport in all seinen Facetten zu fördern und weiterzuentwickeln. Zu den Vereinsmitgliedern gehören unter anderen auch zwei amtierende Berlin-Brandenburger Meister*innen, als auch viele sehr ambitionierte junge Erwachsene und Jugendliche, die den Laufsport als Leistungssport betreiben. Das BTC Racing Team, aus dem der Berlin Track Club e.V. hervorgeht, hat bereits vor Vereinsgründung in der Zeit vor Corona mit offenen Long Runs im Grunewald und Tiergarten, als auch öffentlichen Bahntrainings, sowie digitalen Events während Corona viele Berliner Bürger an das leistungsorientierte Laufen herangeführt und den Spaß am schnellen Laufen erfolgreich vermittelt.

Die beiden genannten Vereine haben am 02. respektive 08. Dezember 2020 einen Antrag auf Aufnahme in den Berliner Leichtathletik-Verband gestellt. Obwohl die vierwöchige Einspruchsfrist der Mitgliedsvereine des BLV bereits am 29.12.2020 respektive 05.01.2021 endete, gab es bis heute noch keine direkte Aussage von Ihrer Seite zum Status des Antrages, geschweige denn die Begründung für die vermeintliche Ablehnung beziehungsweise Aufschiebung der Entscheidung. Dieses Vorgehen widerspricht im höchsten Maße Ihrer eigenen Satzung als auch der Geschäftsordnung. In dieser befindet sich sogar ein eigenständiger Absatz mit dem Titel Transparenzgebot. Genau diese Transparenz ist in diesen zwei Fällen nicht mal im Ansatz gegeben. Erstens auf Grund der fehlenden Kommunikation hinsichtlich der Begründung des Einspruches und zweitens der Nicht-Nennung des Vereins, der den Einspruch erhoben hat.

Pikant, dass die Nennung nur öffentlich nicht erfolgt, denn aus Telefonaten mit der Geschäftsstelle des BLV Anfang Januar wissen wir zweifellos, dass es sich um den SC Charlottenburg (auch SCC BERLIN) handelt. Und wie es der Zufall so will, sind Sie, Herr Statzkowski, sowohl Präsident beim BLV als auch beim SCC BERLIN und dort auch 1. Vorsitzender der Leichtathletikabteilung.

Ihr Vorgehen erweckt deswegen den Eindruck, dass entweder keine Einspruchsbegründung vorliegt, oder die Einspruchsbegründung willkürlich ist und deshalb nicht mitgeteilt werden soll.

Der Zeitpunkt des Aufnahmeantrags war bewusst auf Ende 2020 gelegt, um die Möglichkeit zu wahren, die gesamte Saison 2021 über an Wettkämpfen teilzunehmen. Die Corona Pandemie hat uns Sportler:innen bereits das vergangene Jahr vermiest, Sie schicken sich gerade an, uns auch dieses Jahr zu vermiesen, indem Sie uns die Möglichkeit nehmen, an Bahnwettkämpfen und Meisterschaften teilzunehmen. Ihr Verband ist die einzige Möglichkeit, unsere Sportler an Meisterschaften teilnehmen zu lassen, er allein besitzt die Monopolstellung. Umso erstaunlicher ist das gesamte Satzungsgefüge des BLV e.V., die solche Monopolstellung in Missbrauch rückt.

Wir fordern deshalb

  • Die sofortige Aufnahme in den Landesfachverband

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